Der Bär hat ganz viel Blaubeere genascht, sich in Kräutern gewälzt und irgendwoher ein Stück Schokolade ergattert. Er hat viel Kraft und ist dennoch ein freundlicher Geselle mit ganz samtig-zotteligen Fell am Gaumen. War der Cairanne in vergangenen Jahren ein rechtes Rauhbein, so präsentiert er sich neuerdings, nicht zuletzt durch den Einfluss des Barriques, mollig und spürbar gaumenzahmer
Rotweine aus dem südfranzösischen Anbaugebiet Châteauneuf du Pape sind legendär. Das Winzergenie Bertrand Stehelin erfüllt die Legende mit Leben. Dieser Gigant von einem Roten löst mit seinen atemberaubenden Wacholder-, Kirsche- und Cassisnoten und diesen ebenso druckvollen wie geschliffenen Tanninen ein sanftes Beben im limbischen System, unserem Gefühlszentrum aus, das alle Sinne zum Vibrieren bringt.
Ein ungemein fruchtiger Wein von der Rhône, der nicht geizt mit seinen Kirsch- und Marzipannoten. Und das typische französisches Schleifpapier am Gaumen fehlt zwar nicht ganz, hat aber eine ganz feine Körnung, die schon fast als samtig durchgeht. Lebendig und angenehm.
Die Mineralität des Grenache, die würzige Frische des Syrah, die Kraft des Mourvedre, das alles abgerundet durch einen Hauch vom milden Cinsault – so soll ein großer Gigondas aussehen! Nichts für „Leichtwein-Trinker", aber genau der richtige Stoff, um im Herbst und Winter Leib und Seele zu wärmen!
Ganz großer Rioja von einem der besten spanischen Erzeuger zum attraktiven Sparpreis. Schwenken Sie das Glas und atmen Sie tief ein: Schlehen-, Kirsch- und Lorbeerdüfte lassen Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Am Gaumen schließlich treffen Sie auf die geballte Kraft einer noblen spanischen Reserva der Extraklasse: Würzig, elegant, seidige Tannine, unendliches Finale.
Wie ein großer runder Kegel erhebt sich der Mont Ventoux aus der Ebene der Provence. Wie der Blick vom Berg so der Wein: klare Fruchtaromen von Kirschen, Erde und einer Spur Zimt im Duft, am Gaumen dann mild-würzig, mit feinen Noten von Provencekräutern und einem Finale in Karamell.
»Das Goldkerlchen« Wie ein großer runder Kegel
erhebt sich der Mont Ventoux aus der Ebene der Provence. Wie der Blick vom Berg
so der Wein: Klare Fruchtaromen von Kirschen, Erde und einer Spur Zimt im Duft,
am Gaumen dann mild-würzig, mit feinen Noten von Provencekräutern und einem
Finale in Karamell.
5l steht dabei für „Fünf Liter". Und BiB für „Bag in Box". Der ein oder andere Leser wird das vielleicht kennen: Ein 5-Liter-Plastikschlauch in einem Pappkarton, ausgestattet mit einem Zapfhahn, der so konstruiert ist, dass nach dem Zapfen kein Sauerstoff in den Behälter dringt, der darin enthaltene Wein also nicht oxidieren kann. So ist gewährleistet, dass der Inhalt über mehrere Wochen (angeblich fünf oder sechs – so lange hat es bei diesem Wein aber noch niemand geschafft…) ohne wesentliche Veränderungen hervorragend trinkbar bleibt. Eigentlich eine praktische Sache. Allerdings gilt auch hier die schlichte Erkenntnis, dass das, was unten rauskommt, nicht besser sein kann als das, was man vorher oben eingefüllt hat. Und da die BiBs typischerweise für, wie sollen wir das jetzt ausdrücken, na ja, sagen wir mal eher quantitätsorientierte Wirkungstrinker abgefüllt werden, ist das Zapfergebnis meist entsprechend ernüchternd. Qualitativ jedenfalls.
Es geht aber auch anders: Wie viele andere Weingüter, gerade in der Châteauneuf-du-Pape-Gegend, hat auch Château Gigognan einen ziemlich guten Côtes-du-Rhône am Start. Der stammt in aller Regel von Parzellen, die knapp außerhalb der Gemarkungsgrenze liegen und daher nicht den prestige-trächtigen Namen tragen dürfen, oder von jungen Rebstöcken, die noch nicht die erwartete Top-Qualität liefern. Diese „einfachen" Rhôneweine sind in aller Regel überraschend gut und erfreulich wohlfeil – bei Gigognan ruft man für eine 0,75l-Flasche um € 8,00 auf (ab Château; die Preise in Deutschland liegen bei rund € 11,00).
Bei unserem Besuch hatten wir gerade diesen Wein probiert und ausführlich gelobt, da entdeckten wir in einer Nische eine ziemliche Menge gestapelter Pappkartons, die offensichtlich Weinschläuche der oben geschilderten Art enthielten. Auf meine Frage, was sich darin denn befinde, bekam ich die Antwort, dass es sich um genau jenen Côtes-du-Rhône handele, den wir gerade probiert hätten, der aber eben nicht in Flaschen, sondern in BiBs gefüllt wurde. Verkaufen würde man das aber nur an die gehobene Gastronomie, die diese Weine als Karaffenwein ausschenken würden; in den Handel würde man das nicht geben, weil der befürchtete Reputationsverlust („Hast Du schön gehört – bei Gigognans gibt’s jetzt Weinschläuche, ogottogott…") wohl doch zu groß wäre.
Nur mit dem heiligen Versprechen, alle potentiellen Erwerber dieses besonderen BiB über Herkunft, Philosophie und Inhalt aufzuklären (was hiermit übrigens geschehen ist), bekamen wir eine kleine Zuteilung vom Jahrgang 2009 – die dann ruckzuck ausverkauft war. Kein Wunder – wenn man den Preis von € 25,00 für 5 Liter auf eine 0,75-l-Flasche umrechnet, dann sprechen wir über € 3,75 für einen richtig guten Rotwein, der, wenn man ihn als Flasche kauft, mehr als das Doppelte kostet. Zum Glück bekommen wir jetzt wieder eine kleine Menge vom 2011er (einem an der südlichen Rhône wie-der ausgezeichnet gelungenen Jahrgang). Und nachdem wir Ihnen ganz viel über die Verpackung berichtet haben, wird es Zeit, kurz zum Inhalt zu kommen:
Der Wein präsentiert die typische Rebsortenvielfalt der südlichen Rhône (40% Grenache, 24% Syrah, 18% Mourvedre, 10% Carignan, 8% Cinsault). Die Grundweine wurden nach Rebsorten getrennt vinifiziert, der Ausbau erfolgte in Betonbehältern (kein Holz!), die endgültige Assemblage der Grund-weine kurz vor der Flaschen-, bzw. Schlauchabfüllung.
Den 2011er haben wir bisher noch nicht probiert (während wir diese Zeilen schreiben, wird er gerade gefüllt…); der 2009er war aber so unglaublich gut und der Jahrgang 2011 dem 2009er absolut eben-bürtig, dass wir keinen Zweifel haben, dass auch dieser BiB wieder ein Renner werden wird. Um es kurz zu machen:
Mehr Wein für’s Geld gibt’s nicht. Punkt.
25,00 €*
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